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	<title>Albrecht&#039;s Blog</title>
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		<title>&#8220;Wenn Foto machsch, hesch sofort Problem&#8221;oder &#8220;Hier ein Traubenzucker, sie brauchen das&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jun 2011 10:05:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Albrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Albrecht bei der Arbeit]]></category>

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Einleitung: Ihr habt Euch vielleicht schon gefragt, was denn ein &#34;freier Fotograf&#34; den lieben langen Tag macht. Den ganzen Morgen lang sitzt er bei Kaffee und Gipfeli mit K&#252;nstlerkollegen zusammen und referiert wichtig &#252;ber Gott und die Welt, dann macht er ein paar &#34;F&#246;teli&#34; um alsbald in den Apero zu gehen. Am Abend folgen dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<hr />
<address>Einleitung: Ihr habt Euch vielleicht schon gefragt, was denn ein &quot;freier Fotograf&quot; den lieben langen Tag macht. Den ganzen Morgen lang sitzt er bei Kaffee und Gipfeli mit K&uuml;nstlerkollegen zusammen und referiert wichtig &uuml;ber Gott und die Welt, dann macht er ein paar &quot;F&ouml;teli&quot; um alsbald in den Apero zu gehen. Am Abend folgen dann Wein, Weib und Gesang bis in die Puppen. Mit meiner neuen Serie, die ich in unregelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden ver&ouml;ffentlichen will, gew&auml;hre ich einen Einblick in meine vielseitige, aber manchmal durchaus auch anstrengende Arbeit als Fotograf, die ich auch nach &uuml;ber 20 Jahren auf keinen Fall mit etwas anderem tauschen m&ouml;chte.</address>
<hr />
<p><a href="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110602-121828.jpg"><img alt="20110602-121828.jpg" class="alignnone size-full" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110602-121828.jpg" /></a>Mitten in der Nacht im Oltner Bahnhof an der Arbeit. Momente, die ich liebe.</p>
<p><span style="font-size: 16px;">Seit mehreren Tage befinde ich mich in einer never-ending-Story: Ich habe den Auftrag, f&uuml;r das Historische Museum Olten s&auml;mtliche Gewerbebetriebe in Olten abzulichten. Ein sehr sch&ouml;ner Auftrag, da ich in der Umsetzung v&ouml;llig frei bin. Allerdings ist die Menge der B&uuml;ros, L&auml;den, Handwerkerbetriebe und &auml;hnlichem fast schon uferlos. Ich dachte immer, dass ich die Dreitannenstadt kenne, aber ich finde immer wieder Betriebe, von denen ich noch nie geh&ouml;rt habe. Mittlerweile &#8211; die Vernissage der Ausstellung naht immer schneller &#8211; habe ich einen kleinen Roller gemietet und fahre s&auml;mtliche Quartiere in Olten ab. Bewaffnet mit zwei Kameras (Canon Eos 5D Mark II) best&uuml;ckt mit einem 16-35 mm und einem 70-200 mm Objektiv rattere ich durch die Strassen und versuche, m&ouml;glichst alle Betriebe zu finden. Zeigen m&ouml;chte ich sie nat&uuml;rlich m&ouml;glichst abwechslungsreich, einmal von innen, einmal nur das Logo, wenn es geht auch mal mit dem Besitzer. Technisch stellt der Job keine grossen Herausforderungen an mich, bin ich schnelles Fotografieren von meiner Zeit als Agenturfotograf doch gewohnt.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Interessant sind die Begegnungen, die man hat auf einem solchen &quot;Trip&quot; hat. Viele dunkle, skeptische Blicke treffen einen, wenn man im Schritttempo durch die Wohn-Quartiere rollt. Aber auch nette Gr&uuml;sse und gar lustige Zurufe kommen vor. Auf absolute Ablehnung bin ich vor einem stadtbekannten Haus, das gleich mehrere Etablissements beherbergt, gestossen. Der jetzige Chef sass mit seinen albanischen Kollegen vor dem Haus im Sonnenschein, als ich mit meiner Kamera auftauchte. Mit einer verneinenden Geste missbilligte er mein Vorhaben, die Fassade des Hauses zu fotografieren. Als ich ihn darauf ansprach, ob er hier der Chef sei, antwortete er: &quot;Ja, wenn Foto machsch, hesch sofort Problem.&quot; Er wollte nicht einmal wissen, um was es geht und markierte vor seinem Freunden den Big Boss.</span> </p>
<p>	<a href="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110602-122853.jpg"><img alt="20110602-122853.jpg" class="alignnone size-full" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110602-122853.jpg" /></a>Nachtaufnahme des sch&ouml;nen, alten Kinos &quot;Lichtspiele&quot; in der Altstadt</p>
<p><span style="font-size: 16px;">Im Gegensatz dazu gab es auch angenehmere Begegnungen wie zum Beispiel in einer alteingesessenen Drogerie, in der gerade die fast 90-j&auml;hrige Besitzerin zugegen war. Zuerst wollte sie sich partout nicht fotografieren lassen, mit Hilfe der beiden Angestellten konnten wir sie aber doch &uuml;berzeugen. Sie war dann auch mit dem Resultat zufrieden und gab mir mit den f&uuml;rsorglichen Worten &#8211; &quot;Ich sehe, sie brauchen das jetzt&quot; &#8211; eine Rolle Traubenzucker mit auf den Weg. Die Ausstellung zum 125-Jahre-Jubil&auml;um des Gewerbeverbandes Olten ist ab 9. Juni im historischen Museum zu sehen. Meine Arbeiten werden auf 6 Bildschirmen als Dia-Schauen pr&auml;sentiert.</span> </p>
<p>	<a href="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110602-123113.jpg"><img alt="20110602-123113.jpg" class="alignnone size-full" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2011/06/20110602-123113.jpg" /></a>Rita von der Waadl&auml;nderhalle bringt eine R&ouml;sti, die ich dann auch gleich verspeiste.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
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		<title>Das Spielzeug, das einfach nicht mit allen spielen will</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 18:03:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Albrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technisches]]></category>

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Nachdem ich mich lange geweigert habe, so ein iPad &#8211; ein iPhone für Sehbehinderte, wie ich es immer zu nennen pflegte &#8211; zu benützen, habe ich mir jetzt doch noch so ein Teil zugelegt. Das Schlechte gleich am Anfang: die Gründe, dass ich das Tablet von Apple bis anhin verschmähte, existieren nach wie vor. Man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2011/04/20110429-080942.jpg"><img src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2011/04/20110429-080942.jpg" alt="20110429-080942.jpg" class="alignnone size-full" /></ /><a href="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2011/04/20110429-081122.jpg"><img src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2011/04/20110429-081122.jpg" alt="20110429-081122.jpg" class="alignnone size-full" /></a></p>
<p>Nachdem ich mich lange geweigert habe, so ein iPad &#8211; ein iPhone für Sehbehinderte, wie ich es immer zu nennen pflegte &#8211; zu benützen, habe ich mir jetzt doch noch so ein Teil zugelegt. Das Schlechte gleich am Anfang: die Gründe, dass ich das Tablet von Apple bis anhin verschmähte, existieren nach wie vor. Man kann das Ding einfach nicht mit anderen Sachen verbinden, wie man will. Kein USB-Stick, keine externe Festplatte, nix da. Nach Meinung von Apple sollte alles über iTunes laufen. Die Firma Apple, die jahrzehntelang über Microsoft &#038; Co geflucht hat wegen deren Kontroll- und Monopolgebaren baut heute Geräte, die dem User ziemlich genau vorgeben, was er darf und was nicht. In Sachen Kontrolle steht Apple in letzter Zeit ja auch nicht gerade abseits und steht regelmässig in den Schlagzeilen.<br />
Also war ich in der ersten Zeit damit beschäftigt, wie man Apples Sperren umgehen kann. Hat man das endlich mal im Griff, hat man dann ein äusserst vielseitiges und sehr gutes Spielzeug zur Hand, das man aber tatsächlich auch zum Arbeiten gebrauchen kann.<br />
Mit den entsprechenden Applikationen ausgerüstet, kann es das Notebook durchaus ersetzen: Beim Texte schreiben sowieso, aber auch was einfache Bildbearbeitung angeht, gibt es erstaunlich gute Apps für wenig Geld.<br />
Ich benütze unter anderem Filterstorm Pro, das fast wie ein Mini-Photoshop daher kommt und (zumindest mit dem iPad 2) Bilder aus der Eos 5 Mark II verarbeiten kann.<br />
Das heisst, für einen Presseanlass, bei dem ich nur schnell zwei, drei Fotos bearbeiten und verschicken muss, reicht mir das iPad. Für größere Reportagen allerdings ist es zu langsam und kommt an die Grenzen was Produktivität und Handling angeht.<br />
Toll ist alles, was mit Email und Internet zu tun hat. Das verwalten seiner Emails ist sehr angenehm gelöst, surfen im Net macht Spass. Bis auf eine bittere Pille, die da wäre, dass auch das iPad wie sein kleiner Bruder iPhone keine Flash-Inhalte anzeigt. Hier liefert sich Apple einen mühseligen Machtkampf mit Adobe auf Kosten der User. So bleibt einen so manches Filmchen oder Animationen im Netz verborgen, manchmal gleich ganze Websites. Allerdings sind die selber Schuld, die ihre Websites mit aufwändigen Flash-Animationen vollpfropfen und die Leitungen  mit riesigen Datenmengen lahmlegen.<br />
Was sich bei mir immer mehr herauskristallisiert, ist, dass das iPad ein sehr gutes Portfolio ist. Kommt man mit fotointeressierten Leuten ins Gespräch, hat man gleich ein umfangreiches Portfolio zur Hand und kann seine Arbeiten auf ansehnliche Art und Weise präsentieren.<br />
Wünschenswert wäre so etwas wie ein Explorer, die Daten kann man nur in den jeweiligen Apps verwalten, eine übergreifende Ordnerstruktur fehlt. Hier hilft das App Goodreader, das eine Art Tausendsassa in Sachen Daten laden, ansehen, verschieben usw. ist. Bei mir wurde der Goodreader zur eigentlichen Drehscheibe in meinem iPad.<br />
Zusammen mit den Funktionen von Dropbox (Synchronisieren von Daten auf allen Geräten) muss man das Tablet eigentlich nie mehr an iTunes anschliessen, ausser man will (und sollte natürlich auch hin und wieder) ein Backup erstellen.<br />
Fazit: ein geniales Spielzeug mit gutem Nutzen aber mit den leider unterdessen üblichen Apple-Sperren und Leitplanken. Offener wäre das iPad ein kleines Wunder-Gerät.</p>
<p>P.S. Diesen Blogeintrag habe ich übrigens auch auf dem iPad erstellt. Das geht also auch ganz gut.</p>
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		<title>Das nette und das böse Mädchen auf dem Heitere</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 10:41:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Albrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotogeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Nette: Stefanie Klo&#223; mit Silbermond sogte f&#252;r tolle Stimmung vor der Lindenb&#252;hne &#169;A.Albrecht
	
&#160;
Das Heitere Open Air in Zofingen geht 2010 in die 20 Runde und hat am Freitag fulminant und ausverkauft begonnen. Es ist mein liebstes Open Air in der Schweiz, nicht nur, weil es vor der Haust&#252;r stattfindet, sondern auch wegen des vielseitigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address><img alt="" height="504" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/Silbermond_07_web.jpg" width="620" /><small><em>Die Nette: Stefanie Klo&szlig; mit Silbermond sogte f&uuml;r tolle Stimmung vor der Lindenb&uuml;hne &copy;A.Albrecht<br />
	</em></small></address>
<address>&nbsp;</address>
<p>Das Heitere Open Air in Zofingen geht 2010 in die 20 Runde und hat am Freitag fulminant und ausverkauft begonnen. Es ist mein liebstes Open Air in der Schweiz, nicht nur, weil es vor der Haust&uuml;r stattfindet, sondern auch wegen des vielseitigen Programmes und des wunderbaren Platzes auf dem Hausberg in Zofingen. Die Veranstalter verstehen es, den Riegel rechtzeitig zu schieben, so dass immer angenehme Platzverh&auml;ltnisse herrschen, ausser man tummelt sich gleich vor der B&uuml;hne &#8211; aber das ist ja freiwillig. Viele Leute gehen aus Prinzip auf den Heitere, das Programm ist sekund&auml;r. Und genau dieser Umstand ergibt eine angenehme Sehen- und Gesehenwerden-Atmosph&auml;re. Klar geht man auf den Berg, um Musik zu h&ouml;ren, aber nicht ausschliesslich. Man trifft nicht die Hardcore-Fans wie an anderen Konzerten, die Leute lassen sich vom Programm &uuml;berraschen. Und genau das wurden sicher viele am Freitag, als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deborah_Anne_Dyer" title="Deborah<br />
Anne Dyer">Deborah Anne Dyer</a> &#8211; bekannt als &quot;Skin&quot; (Bild unten) &#8211; von Skunk Anansie Vollgas gab. Vorher sorgte Stefanie Klo&szlig; (Bild oben) mit Silbermond f&uuml;r tolle Stimmung vor der Lindenb&uuml;hne. Die Combo wusste mit ihrem deutschen Rock das Publikum mitzureissen, Frontfrau Stefanie Klo&szlig; hatte die Heitere-Besucher im Nu im Sack, w&auml;hrend auf der Parkb&uuml;hne f&uuml;r Skunk Anansie aufgebaut wurde. Nach Silbermond spazierte das Volk gut gelaunt und am&uuml;siert hinunter zur kleineren B&uuml;hne, wo Skin die Szene gleich mit Vollgas st&uuml;rmte. Hier ging es ein gutes St&uuml;ck h&auml;rter zu als zuvor, was die einen freute, die anderen aber aus ihrem s&uuml;ssen Silbermond-Tr&auml;umen riss. Auch textlich &#8211; jetzt nat&uuml;rlich wieder in englisch &#8211; geht es bei Skunk Anasie heftiger zur Sache &#8211; politisch, sexuell und sehr direkt. Das diese gegens&auml;tzlichen Bands mit ihren beiden Frontfrauen direkt aufeinander folgten, war sehr spannend &#8211; zuerst das nette, dann das b&ouml;se M&auml;dchen.</p>
<p><img alt="" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/Skunk_08_web.jpg" style="width: 620px; height: 510px;" /><small><em>Die B&ouml;se: Skin st&uuml;rmte die B&uuml;hne gleich mit Vollgas&nbsp;&nbsp;&nbsp; </em><em>&copy;A.Albrecht</em></small></p>
<hr />
<p><a href="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2010/08/Sens_03_web.jpg"><img alt="" class="alignright size-medium wp-image-420" height="210" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2010/08/Sens_03_web-300x210.jpg" title="Sens_03_web" width="300" /></a>P.S. F&uuml;r mich pers&ouml;nlich war der Auftritt von Sens Unik, der wiedervereinten Rap-Truppe um Carlos Leal (Bild) aus Lausanne, ein H&ouml;hepunkt. Zu meinen DJ-Zeiten haben wir &quot;to the moon pleace&quot; rauf- und runtergespielt. Der schnelle old-scool-Rap war ein Renner und er kam auch gestern sehr gut an &#8211; immer noch. Carlos Leal&#39;s Stimme kommt klar hin&uuml;ber, f&uuml;r mich ist er nach wie vor der beste Rapper in der Schweiz &#8211; Stress oder Bligg hin oder her. Sens Unik hat sicher vielen heutigen Rap- und Hip-Hop-Combos der Schweiz als Wegbereiter gedient. Auch der Auftritt an und f&uuml;r sich &#8211; auf dem Bild gesellt sich Leal gerade zum Publikum &#8211; war tr&eacute;s sympa und im Gegensatz zu anderen Hip-Hopern &uuml;berhaupt nicht &uuml;berheblich. Laisse toi aller, sens unik.</p>
<hr />
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		<title>16 Ausgaben brauchte es bis zum ersten Kuss</title>
		<link>http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/?p=399</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Jul 2010 11:49:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Albrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotogeschichten]]></category>

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Eins mal vorweg: Die 16. Ausgabe der Oltner Nachtfiebershow sorgte einmal mehr f&#252;r einen unterhaltsamen, kurzweiligen Abend in der Sch&#252;tzi, die sich trotz Ferienzeit gut f&#252;llte. Es waren nebst den illustren G&#228;sten gleich zwei Premieren zu sehen an diesem Abend: Die Show wurde live in das Open-air Kino &#252;bertragen (das allerdings gleich vor der T&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="" height="522" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/_MG_0096Schein.jpg" width="620" /></p>
<p>Eins mal vorweg: Die 16. Ausgabe der <a href="http://nachtfieber.ch/" target="_blank">Oltner Nachtfiebershow</a> sorgte einmal mehr f&uuml;r einen unterhaltsamen, kurzweiligen Abend in der Sch&uuml;tzi, die sich trotz Ferienzeit gut f&uuml;llte. Es waren nebst den illustren G&auml;sten gleich zwei Premieren zu sehen an diesem Abend: Die Show wurde live in das Open-air Kino &uuml;bertragen (das allerdings gleich vor der T&uuml;r war) und &#8211; f&uuml;r mich das emotionale Highlight des Abends &#8211; unser smarter Moderator Rhaban Straumann wurde zum ersten Mal w&auml;hrend einer Show gek&uuml;sst. Diesen Begr&uuml;ssungsschmatz bekam der redegewandte Schauspieler, der fast ein wenig die fa&ccedil;on verloren hatte, von niemand geringeren als von der attraktiven S&auml;ngerin <a href="http://www.jessyhowe.com/jessyhowe.html" target="_blank">Jessy Howe</a>. Beschwingt kam die sch&ouml;ne Musikerin auf die B&uuml;hne und begr&uuml;sste den &uuml;berraschten Moderator mit z&uuml;chtigen K&uuml;sschen auf die Wange. &quot;16 Ausgaben brauchte es, bis mich jemand gek&uuml;sst hat&quot;, meinte der sichtlich gl&uuml;ckliche Straumann. Doch damit nicht genug: Als sich aus der ersten Reihe w&auml;hrend des Auftrittes von <a href="http://www.jessyhowe.com/jessyhowe.html" target="_blank">Jessy Howe</a> niemand getraute, mit der rassigen S&auml;ngerin ein T&auml;nzchen zu wagen, ging sie geradewegs auf den am Rand weilenden Moderator zu, um ihn an der Kravatte zum Tanz abzuschleppen. Darauf folgte eine &uuml;berraschend lockere Tanzeinlage von Straumann, der daf&uuml;r w&auml;hrend des Interviews mit Jessy ein wenig ins Schleudern kam. Waren das die Nachwirkungen der K&uuml;sse oder des wilden Tanzes mit der S&auml;ngerin? So, genug der boulvardesken Schreiberei. Gestern Abend w&auml;hrend dieser Auftritte ging es mir durch den Kopf, dass diese Geschichte eine wunderbare Blickschlagzeile gegeben h&auml;tte, w&auml;ren die zwei Protagonisten ein wenig prominenter. Das Bild sieht auf jeden Fall gut aus und mit den Zeilen oben h&auml;tte der Blick ohne weiteres seine Front gef&uuml;llt, w&uuml;rden die zwei Beni Thurnheer und Shakira heissen. So haben wir Oltner unsere eigene, kleine Boulvard-Geschichte, die es zwar nicht in den Blick schaffte, unsere Herzen aber doch f&uuml;r einen Moment erw&auml;rmen konnte.<img alt="" height="413" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/_MG_0181Schein.jpg" width="620" />Die Show hatte nat&uuml;rlich ganz andere Highlights, die G&auml;ste zeigten von herrlicher Berner Satire (Heinz D&auml;pp) &uuml;ber Berner Rap (Steff la Cheffe) bis zu einem akustischer Leckerbissen von Beatboxer Camero grossartige Auftritte. F&uuml;r mich war das gr&ouml;sste Vergn&uuml;gen aber, dass nebst der &uuml;blichen, schr&auml;gen Figur Alfie Battler auch der ebenso schr&auml;ge Dr. W.B. Gr&uuml;nspan, der sonst nur auf Videoeinspielungen zu sehen ist, live zu erleben war (Bild unten). Die beiden witzigen Figuren wussten sich mit ihren Streitereien gegenseitig zur Hochform zu steigern. Ein herrliches, ungleiches Duo, dass der Nachtfieber-Show das Salz (und den Pfeffer) in die Suppe gibt.<img alt="" height="569" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/_MG_9314Schein.jpg" width="620" /></p>
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		<title>Lebende Legenden oder Plüsch-Samichläuse?</title>
		<link>http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/?p=388</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 14:43:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Albrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotogeschichten]]></category>

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Nachdem ich das ZZ Top Konzert in Locarno eine Woche auf mich habe wirken lassen, f&#252;hle ich mich doch noch dazu berufen, meinen Senf dazu abzugeben. Immerhin habe ich anfangs der 80-er w&#228;hrend meiner DJ-Zeiten das Trio aus Texas rauf- und runtergespielt. Die erste Platte von den B&#228;rtigen habe ich Ende der Siebziger erstanden. Damals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="" height="413" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/zz_top_01.jpg" width="620" /></p>
<p>Nachdem ich das ZZ Top Konzert in Locarno eine Woche auf mich habe wirken lassen, f&uuml;hle ich mich doch noch dazu berufen, meinen Senf dazu abzugeben. Immerhin habe ich anfangs der 80-er w&auml;hrend meiner DJ-Zeiten das Trio aus Texas rauf- und runtergespielt. Die erste Platte von den B&auml;rtigen habe ich Ende der Siebziger erstanden. Damals waren die drei noch wilde Jungs aus den S&uuml;dstaaten, hier noch nicht so bekannt, zuhause f&uuml;llten sie Stadien mit 70&#39;000 Leuten. Als DJ hatte man jedesmal eine H&uuml;hnerhaut, wenn man &quot;La Grange&quot; abspielte und das Publikum liess die Haare fliegen. Nat&uuml;rlich war ich gespannt, was uns die lebenden Legenden aus Houston, die alle drei auch schon 61-j&auml;hrig sind, zu bieten hatten. Der Beginn, den ich noch im Fotograben zubrachte, war vielversprechend, spielten die drei doch St&uuml;cke aus den 70-ern &#8211; unter anderem &quot;Jesus Just Left Chicago&quot;, eines meiner Lieblingsst&uuml;cke. Beindruckend war, wie ein Trio so einen satten Sound in das Rund der tropischen Piazza Grande von Locarno hineinbringen konnte. Ein weiteres Highlight folgte mit einer sch&ouml;nen Version von &quot;Hey Joe&quot; von Jimmy Hendrix, dessen Abbild riesig auf der Videowand prangte. Schade, dass die Texaner &quot;The Wind Crys Mary&quot; nur anspielten.<br />
	<img alt="" height="424" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/zz_top_13.jpg" width="620" />Dann ging es f&uuml;r mich leider etwas bergab mit dem Gig. Das Trio donnerte &#8211; nat&uuml;rlich warteten viele darauf &#8211; ihre Hits vom 1983-er Album &quot;Eliminator&quot; runter. F&uuml;r mich verk&ouml;rperten St&uuml;cke wie <i>&quot;</i><i><span _fck_bookmark="1" style="display: none;">&nbsp;</span>Gimme All Your Lovin</i><span _fck_bookmark="1" style="display: none;">&nbsp;</span>&quot; schon damals das Ende einer wunderbaren Blues-Rock-Band, die sich &#8211; wie es so sch&ouml;n hiess &#8211; dem Zeitgeist &ouml;ffnete. Zu allem Elend musste man sich dann noch auf der Grossleinwand Ausschnitte aus den Videos mit diesem uns&auml;glichen Auto<a href="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2010/07/cover.jpg"><img alt="" class="alignleft size-full wp-image-390" height="122" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2010/07/cover.jpg" title="cover" width="115" /></a> und diesen gr&auml;sslichen Autostopperinnen ansehen. Das entsprach damals wie heute nicht meiner &quot;Clint-Eastwood-Italo-Western-&Auml;sthetik&quot; und ich konnte dem auch im heissen Tessin nichts abgewinnen. Sie h&auml;tten lieber den Rest des Abends das Konterfei von Jimmy Hendrix gezeigt. Als die zwei B&auml;rtigen ihre Werkzeuge dann noch mit einer weissen Pl&uuml;schfell-Gitarre bzw Bass ersetzten, war das f&uuml;r mich eine &Uuml;berdosis 80-er Jahre. Ich muss zugeben, die St&uuml;cke selber h&ouml;rten sich live besser an, als auf den Synthi-aufgepeppten Platten von damals. Aber irgendwie verkam das Ganze zu einer Selbstdarstellung mit dem Groove von &quot;fr&uuml;her war alles besser&quot;. AC/DC hat das irgendwie besser im Griff. Die feiern zwar auch sich selber, kommen aber immer noch authentisch hin&uuml;ber. Bei ZZ Top hatte ich den Eindruck, die zeigen einfach ein gut eingespieltes Theater und reisen als Rock-Monumente um die Welt. Viel Bewegung ist da nicht mehr drin. Zum Schluss &#8211; als Zugabe &#8211; spielten sie dann zum Gl&uuml;ck noch einen Hit aus vor-Eliminator-Zeiten: &quot;La Grange&quot;, das St&uuml;ck, das jetzt, morgen und f&uuml;r immer f&uuml;r H&uuml;hnerhaut sorgt.</p>
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		<title>Überfahrt Laveno-Intra: 33° Celcius, steife Brise &#8230;und die Frisur hält</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 17:44:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Albrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Töff-Geschichten]]></category>

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Zugegeben, dieser Gag ist nicht der absolute Heuler, aber lustig allemal. Und vor allem von langer Hand vorbereitet. Als ich vor zwei Jahren das letzte mal auf dieser F&#228;hre war, ging mir genau dieser Satz durch den Kopf, weil den M&#228;dels m&#228;chtig die Haare um die K&#246;pfe flogen und die Frisuren eben nicht hielten. Aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/ital_4.jpg" /><img alt="" height="440" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/ital_4(2).jpg" width="614" /></p>
<p>Zugegeben, dieser Gag ist nicht der absolute Heuler, aber lustig allemal. Und vor allem von langer Hand vorbereitet. Als ich vor zwei Jahren das letzte mal auf dieser F&auml;hre war, ging mir genau dieser Satz durch den Kopf, weil den M&auml;dels m&auml;chtig die Haare um die K&ouml;pfe flogen und die Frisuren eben nicht hielten. Aber eigentlich will ich nur allen Bikern meinen heutigen Ausflug schmackhaft machen (kann man nat&uuml;rlich auch mit dem Auto machen, ist aber sicher nicht so lustig). Wenn ihr mal am Anfang des Lago Maggiore weilt und es euch reizt, diesen (sehr langen) See zu umfahren, dann w&auml;hlt am besten die &quot;light&quot; Version, die ich heute gemacht habe &#8211; ausser ihr seid Hardcore-Bikers mit masochistischen Z&uuml;gen. Ich fuhr zuerst Richtung Luino am linken Seeufer entlang, eine wunderbare Strecke mit langgezogenen Kurven und einer pr&auml;chtigen Aussicht auf den See. Ich will nicht verschweigen, dass man nach der Grenze, wo dann 90 kmh erlaubt sind, durchaus ein wenig Gas gegeben werden darf &#8211; sehr lustig dort und nicht so befahren. In Luino angekommen lohnt sich sicher ein kleiner Halt, ist es Donnerstag sogar ein l&auml;ngerer. Dann ist n&auml;mlich Markt und im schmucken St&auml;dchen l&auml;sst es sich super einkaufen, vor allem Spezialit&auml;ten (Essen) aus der Region, man w&auml;hnt sich im Paradies in Sachen Salami, Geissk&auml;se und Co. Weiter geht es durch tolle Alleen Richtung Laveno, wo die besagte F&auml;hre &uuml;ber den See startet.<img alt="" height="440" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/ital_1.jpg" width="611" /></p>
<p>Die fahren eigentlich st&auml;ndig hin und her, Wartezeit gleich null. F&uuml;r 6.90 Euro f&auml;hrt man dann in 15 Min hin&uuml;ber nach Intra, wo &uuml;brigens am Samstag Markt ist. Dort fand ich ein feines Portemonnaie, dass nat&uuml;rlich in Italien hergestellt wurde und absolut giftfrei&hellip; blablabla &#8211; auf jeden Fall sch&ouml;n und nicht g&uuml;nstig. Dann fand ich noch ein wunderbares Geschenk f&uuml;r meine Prinzessin. Vor der Abfahrt genehmigte ich mir noch einen Espresso in Mitten einer einheimischen M&auml;nnergesellschaft, die offenbar alle unglaublich wichtige Sachen zu erz&auml;hlen hatten. Der Espresso war so gut, dass ich noch einen zweiten bestellte, was bei 90 Cent durchaus drin lag. &Uuml;brigens greifen sich die Italiener in solchen Szenen wirklich hin und wieder an den Sack. Muss wohl so sein. Wenn es alle machen, st&ouml;rt es ja niemanden.<br />
	Dann geht es zur&uuml;ck Richtung Ascona, logischerweise nun auf der anderen Seite. Die ist auch sehr sch&ouml;n, allerdings ist die ganze Strecke auf 60 km/h beschr&auml;nkt und wesentlich mehr bev&ouml;lkert. Hier muss man sich schon aufs gem&uuml;tliche cruisen beschr&auml;nken. Kurz vor der Grenze kommt noch ein schmuckes Tourikaff, wo man sich mit allen m&ouml;glichen und unm&ouml;glichen Antiquit&auml;ten eindecken kann. Heute waren noch alte Vehikel (zB. Tschingge-Rucks&auml;ckli in Rennversionen) zu bestaunen. Ich habe einen Parker-F&uuml;lli aus den 50-er Jahren erstanden. Mal schauen, ob das Teil noch geht. Sch&ouml;n ist es allemal.<br />
	Ganz am Schluss kann man noch einen kurzen Schlenker auf den H&uuml;gel &uuml;ber Ascona machen: Super Aussicht. Das Bild unten zeigt &uuml;brigens die Aussicht auf den Lago vom Balkon meines Zimmers aus. So, und jetzt geht&#39;s nach Locarno ans ZZ-Top Konzert. Not a bad day.<img alt="" height="440" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/ital_3.jpg" width="611" /></p>
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		<title>Sag mir, wo die Bäume sind?oder eine &#8220;fuur&#8221; oder eine 9-er Z hätte keine Chance</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 20:37:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Albrecht</dc:creator>
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Heute musste es mal wieder sein, Lederjacke montiert, Nierengurt umgeschnallt und ab ging es mit dem T&#246;ffli Richtung Jura. Eigentlich wollte ich urspr&#252;nglich nur ein paar Daten bei einer Druckerei in Wolfwil abgeben. Das hochsommerliche Wetter bewegte mich aber dazu, die Fahrt Richtung Solothurn fortzusetzen, um im Solheure zu speissen. Gedacht, getan, das Essen war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="" height="427" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/Ich_chasseral_blog.jpg" width="620" /></p>
<p>
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</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Heute musste es mal wieder sein, Lederjacke montiert, Nierengurt umgeschnallt und ab ging es mit dem T&ouml;ffli Richtung Jura. Eigentlich wollte ich urspr&uuml;nglich nur ein paar Daten bei einer Druckerei in Wolfwil abgeben. Das hochsommerliche Wetter bewegte mich aber dazu, die Fahrt Richtung Solothurn fortzusetzen, um im Solheure zu speissen. Gedacht, getan, das Essen war lecker und an der Aare in Solothurn ist es f&uuml;r uns Oltner eh ein wenig wie in den Ferien. Fatalerweise wurde das Wetter noch besser und ich &uuml;berlegte, ob mich die Arbeitswelt heute noch braucht. Die Antwort schoss mir ziemlich schnell durch den Kopf: nein, &uuml;berhaupt nicht. Noch schnell beim Espresso machiato ein Mail und ein Telefon erledigen und dann ging es ab auf die Strasse: on the road again. Aber zuerst musste ich mir noch ein Alibi verschaffen. Man muss wissen, einfach um des T&ouml;fffahren willens auf die Maschine zu sitzen und drauflos zu fahren, funktioniert bei mir nicht. Sp&auml;testens nach einer halben Stunde bekomme ich eine Sinnkrise und frage mich: &bdquo;was machst du da eigentlich?&ldquo;.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ich brauche ein Ziel, eine Art Mission, die das T&ouml;fffahren f&uuml;r mich&nbsp; quasi legitimiert. Auch diesbez&uuml;glich kam ich schnell zu einer L&ouml;sung. F&uuml;r meine zuk&uuml;nftigen Arbeiten der n&auml;chsten Ausstellung brauche ich neue Orte, Locations sagen wir Fotografen neudeutsch dazu. Die Fahrt f&uuml;hrte mich den Bielersee entlang dem Chasseral entgegen. Bei der steilen Fahrt hinauf kam mir mein T&ouml;ffmechaniker in den Sinn, der mich, seit ich eine BMW 90/6 habe, offensichtlich besser mag. Er habe selber so eine Maschine gehabt anfangs 80-er Jahre, berichtete er k&uuml;rzlich. Die &bdquo;Gegner&ldquo; seien damals die 750-er Honda four (r&auml;tselhafterweise sprechen das ja alle alten T&ouml;fffreaks &bdquo;fuur&ldquo; aus) und die 900-er Kawi gewesen. Die h&auml;tten aber bergauf auf die Jurap&auml;sse keine Chance gehabt, erinnerte er sich mit funkelnden Augen. Da kam noch einmal ein wenig der Rocker heraus beim langsam ins Alter gekommenen T&ouml;ff-Spezialisten.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ich hatte keine &bdquo;fuur&ldquo; und auch keine 900 Z abzuh&auml;ngen heute, nur zwei r&uuml;stige Rentner mit high-tech-Gef&auml;hrten &bdquo;trocknete&ldquo; ich ab. Die beiden hatten eine Ausr&uuml;stung am Leibe, mit deren Wert w&uuml;rde ich eine ganze Maschine kaufen. Die Wirtschaft freut&#39;s und den beiden schien es auch wohl zu seine in ihren Protektoren, Nano-tech-Materialien und Luxus-Helmen. <img alt="" height="414" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/Allee_Jura_blog.jpg" width="620" />&Uuml;brigens wurde ich in Sachen Locations auch noch f&uuml;ndig: im sch&ouml;nen Jura fand ich eine wunderbare Strasse ges&auml;umt mit alten B&auml;umen, ideal f&uuml;r geplante Aufnahmen. Ein Zustand, den man in der Schweiz normalerweise nicht mehr findet. &Uuml;berall wurden die B&auml;ume der Alleen abges&auml;gt, damit niemand reinf&auml;hrt. Offenbar wurden diese abgelegenen Orte, die ich heute fand, noch nicht von &uuml;bereifrigen Sicherheitsexperten entdeckt und &bdquo;entsch&auml;rft&ldquo;. Ich w&uuml;rde heutzutage wieder viel mehr B&auml;ume entlang der Strassen pflanzen, m&ouml;glichst starke und widerstandsf&auml;hige. Wer in diese reinf&auml;hrt, hat offensichtlich ein Problem mit seiner Fahrweise. In der Evolutionslehre w&uuml;rde man das nat&uuml;rliche Selektion nennen. Wie auch immer, es gibt sie noch, diese lauschigen, sch&ouml;nen Str&auml;sschen, die wir sonst in S&uuml;dfrankreich suchen gehen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Fazit: Mission erf&uuml;llt, Locations gefunden. Dass ich dann noch eine kleine Runde ins Elsass gemacht habe und dort ausgezeichnet gegessen habe, will ich nur noch am Rande erw&auml;hnen.</p>
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		<title>Me, myself and I oder sehe ich wirklich so aus?</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 05:35:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Albrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotogeschichten]]></category>

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Hier seht ihr eins der &#228;usserst seltenen Fotos von mir selbst &#8211; gemacht f&#252;r die Medienmitteilung meiner kommenden Ausstellung in H&#228;gendorf. Abgedr&#252;ckt hat freundlicherweise Anita Zimmermann von der Neuen Oltner Zeitung, die eine tolle Vorschau geschrieben hat. Einen Fotografen zu fotografieren ist halt so eine Sache, die meisten &#8211; und ich mache da keine Ausnahme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="Ich" height="414" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/Albrecht_Web.jpg" width="620" /></p>
<p>Hier seht ihr eins der &auml;usserst seltenen Fotos von mir selbst &#8211; gemacht f&uuml;r die Medienmitteilung meiner kommenden <a href="http://www.fotografie-albrecht.ch/portfolio/aktuelles/07_Austellung%20von%20Konzertfotografien%20Mai-Juli%202010/" target="_blank">Ausstellung</a> in H&auml;gendorf. Abgedr&uuml;ckt hat freundlicherweise Anita Zimmermann von der<a href="http://www.noz.ch/" target="_blank"> Neuen Oltner Zeitung</a>, die eine tolle Vorschau geschrieben hat. Einen Fotografen zu fotografieren ist halt so eine Sache, die meisten &#8211; und ich mache da keine Ausnahme &#8211; tun sich in dieser Sache schwer. Gewohnt, auf der anderen Seite zu stehen, zieren wir uns, einmal selber das Objekt des Lichtbildes zu sein. Sollte der Glauben vieler Urv&ouml;lker, dass einem die Seele gestohlen wird, wenn man abgebildet wird, doch stimmen? Nat&uuml;rlich glaube ich nicht an diesen Mythos, sonst h&auml;tte ich schon eine unglaubliche Zahl an Seelen geraubt und w&uuml;sste gar nicht mehr, wohin damit.</p>
<p>Eines ist sicher: wir Fotografen tun uns genau gleich schwer &#8211; wenn nicht sogar erheblich ausgepr&auml;gter als der Durchschnitt &#8211; mit dem Posieren vor der Kamera.<a href="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2010/05/Selber.jpg"><img alt="" class="alignleft size-full wp-image-317" height="440" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2010/05/Selber.jpg" title="Selber" width="325" /></a> Wenn man ein Bild von sich selber anschaut, taucht unweigerlich die Frage auf: &quot;sehe ich wirklich so aus?&quot; Wir haben von uns selber ein anderes Bild gespeichert als dasjenige, das uns der Fotograf auf dem Display der Kamera pr&auml;sentiert. Schon nur der Umstand, dass wir uns im Spiegel immer seitenverkehrt sehen, hinterl&auml;sst in unserer Erinnerung ein anderes Bild. Ausserdem sehen wir uns immer nur punktuell (wie alles) und schustern in unserem Gehirn dann ein Gesamtbild zusammen. Auf der Fotografie sehen wir das gleich als Ganzes, was sich unterscheiden kann von der eigenen &quot;Konstruktion&quot;, die wir von uns im Ged&auml;chtnis haben. Die subjektive Wahrnehmung ist durchaus in der Lage, gewisse Dinge, die uns an einem selber nicht gefallen, nicht so stark zu gewichten oder gar wegzulassen. Die Erinnerung an sich selbst hat da fast ein wenig eine besch&ouml;nigende Tendenz. Diesbez&uuml;glich ist die Fotografie brutal ehrlich, sie kann nichts anderes, als die Lichtwellen, die von einem Objekt reflektiert werden, zu speichern. Jedes Pickel, jede Unebenm&auml;ssigkeit wird wissenschaftlich genau festgehalten. Habe ich wirklich so einen Silberblick und so eine Riesenr&uuml;be? Rein theoretisch schon, aber was wir sehen, ist immer sehr subjektiv und gep&auml;gt von Emotionen und Geschmack. Dementsprechend sehen uns die Leute vollst&auml;ndig verschieden. Schon nur der Umstand, dass uns jemand &quot;gefallen&quot; kann oder nicht, beweist die unterschiedliche Wahrnehmung verschiedener Personen. F&uuml;r den einen kann dieselbe Person wundersch&ouml;n, f&uuml;r den anderen ein h&auml;ssliches Entlein sein. Die Hintergr&uuml;nde daf&uuml;r w&uuml;rden ganze Buchb&auml;nde f&uuml;llen.</p>
<p>Als Fotograf steht man dem Posieren vor der Kamera meist sehr skeptisch gegen&uuml;ber. Wir sind gewohnt, das Heft selber in die Hand zu nehmen. Nun muss man selber &quot;hilflos&quot; auf der anderen Seite stehen und sich dem Fotografen ausliefern. Oft sind wir Lichtbildner die ungeduldigsten und unangenehmsten Klienten.<a href="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2010/05/selber_2.jpg"><img alt="" class="alignleft size-full wp-image-320" height="440" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2010/05/selber_2.jpg" title="selber_2" width="369" /></a> &quot;Es ist jetzt schon gut&quot; oder &quot;Dr&uuml;ck endlich ab&quot; sind die Floskeln, wenn wir den Fotografen kennen. Und von nett L&auml;cheln oder freundlich Dreinschauen sieht man keine Spur, man ist ja schliesslich ein cooler Fotograf. Am schlimmsten ist es, wenn ein Fotograf den anderen aufnehmen muss. Ich musste einmal den weltber&uuml;hmten Michel Compte anl&auml;sslich einer Buchvernissage fotografieren &#8211; ein &auml;usserst unangenehmer Job f&uuml;r beide. Compte sagte (wie ich es auch gesagt h&auml;tte ): &quot;mach bitte schnell, ich bin das nicht gewohnt, auf dieser Seite zu stehen.&quot; Und nat&uuml;rlich beeilte ich mich, dem Shooting Star nicht zu lange auf die Nerven zu gehen, frei nach dem Motto &quot;kurz und schmerzlos&quot;. Das Bild ist dann ganz passabel geworden und alle waren zufrieden. Nat&uuml;rlich schadet es gar nichts, als Fotograf hin und wieder auf der anderen Seite zu stehen und zu erleben, wie es ist, sich dem Seelenf&auml;nger auszuliefern. Es f&ouml;rdert das Verst&auml;ndnis erheblich f&uuml;r Leute, die sich mit dem Fotografieren schwer tun. Zum Gl&uuml;ck gibt es nicht nur knorzige Fotografen als Modell, die gleich wieder aufh&ouml;ren wollen, kaum hat man den Ausl&ouml;ser ber&uuml;hrt. Da lobe ich mir doch eher extrovertierte Menschen, die sich ganz gerne vor der Kamera tummeln. &Uuml;brigens gibt es riesige Unterschiede in Sachen Einverst&auml;ndnis mit Fotografieren in Bezug auf die Nationalit&auml;t bzw. ethnische Zugeh&ouml;rigkeit. Ist der typische Schweizer eher skeptisch oder gar ablehnend gegen&uuml;ber dem Ansinnen des Fotografen, posieren Menschen&nbsp; beispielsweise aus dem Balkan stolz und fast schon aufdringlich vor der Kamera. Das erlebt man ganz ausgepr&auml;gt bei Jugendlichen: w&auml;hrend sich die Schweizer eher peinlich ber&uuml;hrt vor der Kamera herumdr&uuml;cken, sagt der Junge aus Serbien mit seinen Freuden zusammen: &quot;Hey Fotografmann, machsch geili Foti vo &uuml;s!&quot; und wirft sich in Pose. Mir w&auml;re eine Mischform von beiden Spezies am liebsten. Aber wer weiss, vielleicht ahnen die einheimischen Indianer eben doch, dass ich im Hinterzimmer meiner Wohnung tausende von gestohlene Seelen festhalte.</p>
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		<title>&#8220;It&#8217;s only rock&#8217;n&#039;roll&#8221;oder Johnny Cash hätte seine Freude</title>
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		<pubDate>Sun, 16 May 2010 18:58:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Albrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotogeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#34;It&#39;s only rock&#39;n&#39;roll&#34; wird sie heissen, meine kommende Ausstellung, die Ende Monat in der CinCin-Bar in H&#228;gendorf beginnen wird (Details). Ich zeige eine Auswahl meiner Konzert-Fotografien aus den letzten Jahren. Als grosser Musikfreund und ehemaliger DJ (lacht nicht; diejenigen, die mich schon seit den 80-er Jahren kennen, wissen das) schl&#228;gt mein Herz nebst der Fotografie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="" height="408" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/AA_05.jpg" width="620" /></p>
<p>&quot;It&#39;s only rock&#39;n&#39;roll&quot; wird sie heissen, meine kommende Ausstellung, die Ende Monat in der CinCin-Bar in H&auml;gendorf beginnen wird <a href="http://www.fotografie-albrecht.ch/portfolio/aktuelles/07_Austellung%20von%20Konzertfotografien%20Mai-Juli%202010/" target="_blank">(Details)</a>. Ich zeige eine Auswahl meiner Konzert-Fotografien aus den letzten Jahren. Als grosser Musikfreund und ehemaliger DJ (lacht nicht; diejenigen, die mich schon seit den 80-er Jahren kennen, wissen das) schl&auml;gt mein Herz nebst der Fotografie auch f&uuml;r die Musik. Durch meinen Beruf komme ich hin und wieder dazu, bei den ganz Grossen dabei zu sein. Zu den Highlights im vergangenen Jahr geh&ouml;rten sicher AC/DC im Hallenstadion (Bild oben) oder Bruce Springsteen im Berner Stade de Suisse. Nat&uuml;rlich ist es spannend, diesen Musikg&ouml;ttern und lebenden Legenden nahe zu kommen. Die unter Zeitdruck entstandenen Fotos (meistens darf man nur w&auml;hrend der ersten zwei oder drei St&uuml;cken fotografieren und dann gleich abliefern) stellen immer wieder hohe Anforderungen und sind eine stete, berufliche Herausforderung.</p>
<p>Aber eines meiner pers&ouml;nlichen Highlights letztes Jahr war der Auftritt meines guten Freundes <a href="http://www.facebook.com/home.php?ref=logo#!/profile.php?id=100001047403404&amp;ref=ts" target="_blank">Roland Philipp</a> in der <a href="http://www.variobar.ch/" target="_blank">Vario Bar</a> in Olten (Bild unten)</p>
<p><img alt="" height="443" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/AA_04.jpg" width="620" /></p>
<p>Phile, wie er genannt wird, erlitt 2007 durch einen viralen Infekt ausgel&ouml;st eine einseitige Gesichtsl&auml;hmung. Der begnadete Saxophonist, der sein Leben voll und ganz der Musik verschrieben hatte, konnte von einer Sekunde auf die andere nicht mehr spielen. Sein Leben war auf den Kopf gestellt &#8211; es war eigentlich der Super-GAU f&uuml;r einen Musiker eingetroffen. Wir hatten alle Angst um Phile, dem das Lebens-Elixier entrissen worden war. Zu Beginn ging es mit dem Jazzer auch ziemlich bergab und man bef&uuml;rchtete Schlimmstes. Dann aber &#8211; quasi im stillen K&auml;mmerlein &#8211; siegte der K&auml;mpfer in Phile: langsam und mit Hilfe von guten Freunden legte er sich ein spezielles Mundst&uuml;ck zu und eignete sich einen &quot;einseitigen&quot; Stil an. Er feilte an seiner neuen Technik und wagte sich anfangs 2009 in der Vario Bar das erste mal wieder an die &Ouml;ffentlichkeit. Bei diesem Comeback war ich nat&uuml;rlich auch dabei und es wurde zu einem der besten Konzerte, das ich je erlebt habe. Denn man sp&uuml;rte richtiggehend, wie ein Mensch aufersteht, seinen Antrieb wieder gefunden hat. Phile tritt seither wieder regelm&auml;ssig auf und manchmal d&uuml;nkt es mich, der Kerl spielt besser als fr&uuml;her.</p>
<p>In dieser Ausstellung sind also Konzertfotografien von weltber&uuml;hmten Cracks wie Metallica, Pink &amp; Co zu sehen, aber eben auch regionale, pers&ouml;nliche Highlights aus meiner Arbeit. Die Ausstellung wird &uuml;brigens nach H&auml;gendorf im Hebst auch in Olten und Aarau Station machen. Infos dazu folgen zu gegebener Zeit.<span style="text-decoration: underline;"> </span>Eines kann ich veraten: In Olten fahren wir an der Vernissage im <a href="http://www.coq-d-or.ch/" target="_blank">Coq d&#39;or</a> eine Riesenparty mit und rund um den Rock&#39;n&#39;Roller und Taussendsassa Markus Spielmann <a href="http://b-shakers.ch/" target="_blank">(The B-Shakers)</a>, der (hoffentlich) auch seine Bluegrass-Jungs aus Biel mitbringt. Als ich das der jungen Wirtin des Lokales, Nathalie Papatzikakis, vorgeschlagen habe, war sie sofort begeistert. Und ich muss sagen, einer meiner liebsten Musiker, der legend&auml;re Johnny Cash, h&auml;tte seine Freude gehabt. Anstatt die Nase zu r&uuml;mpfen, wenn es in Richtung Country geht, zeigt sich die Kultur-Beiz-Chefin offen und interessiert.<a href="http://www.marshallphoto.com/collection/detail/image/1062" target="_blank"><img alt="" class="alignleft size-full wp-image-302" height="389" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2010/05/cash1.jpg" title="cash" width="320" /></a>In diesem Zusammenhang kommt mir ein Erlebnis im alten Hammer in Olten, wo ich 1984 der letzte DJ war, in den Sinn. Schon damals schlug mein Herz ein wenig f&uuml;r Country und Johnny Cash, was ich an einem faden Werktags-Abend dem freakigen und vermeintlich offenen Publikum mit einem kleinen Country-Set kundtun wollte. Das Unterfangen ging ziemlich in die Hosen, lautstark beklagten sich die G&auml;ste und ich musste schleunigst zu damals Gewohntem wie Jimmy Hendrix, Mother&#39;s Finest oder Eric Clapton (g&auml;hn) zur&uuml;ckkehren. Der einzige, der Freude hatte, war der rauhe, rabiate Barmann, der mich f&uuml;r mein &quot;Wagnis&quot; zu einem Drink einlud. Die Freaks damals wollten halt auch nur &quot;ihre&quot; Musik h&ouml;ren, wie die L&auml;ndler- oder Country-Freunde auch. Heutzutage scheint mir da die Bandbreite und das Interesse der Jungen zum Gl&uuml;ck einiges gr&ouml;sser zu sein. Dieses geniale Bild oben von Johnny Cash ist leider nicht von mir, sondern von <a href="http://www.marshallphoto.com/" target="_blank">Jim Marshall</a>, der Cash &uuml;ber Jahrzehnte begleitet hat und sein Freund war (gut, in diesem Moment wahrscheinlich gerade nicht). Das Bild stammt vom legend&auml;ren Auftritt im Gef&auml;ngis San Quentin im Jahr 1969. Marshall ist leider im M&auml;rz dieses Jahres auch gestorben. Vielleicht sitzt er jetzt wieder mit Cash und Hendrix zusammen und sie lassen es sich gut gehen.</p>
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		<title>Die spinnen, die Basler oder  zwei Herzen schlagen in meiner Brust</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 07:19:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Albrecht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotogeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzten Dienstagnachmittag ging ich nach Basel, um typische Bebbi-Fasnachtsbilder zu machen. Als ich um 14.30 Uhr vom mittlerweile fasnachtsfreien Olten anreiste, war der Kinderumzug bereits in vollem Gang. Man tauchte in ein Gewusel von Waggis, Kindern mit ihren Eltern, Schyysdr&#228;&#228;ggzeegli und Guggenmusigen ein, ein riesiges Tohuwabohu. Ich zog mit meinem grossen Fotorucksack auf dem R&#252;cken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2010/02/Fasnacht_Basel_01-e1267344978585.jpg"><img alt="" class="alignleft size-full wp-image-212" height="509" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2010/02/Fasnacht_Basel_01-e1267344978585.jpg" title="Fasnacht_Basel_01" width="340" /></a>Letzten Dienstagnachmittag ging ich nach Basel, um typische Bebbi-Fasnachtsbilder zu machen. Als ich um 14.30 Uhr vom mittlerweile fasnachtsfreien Olten anreiste, war der Kinderumzug bereits in vollem Gang. Man tauchte in ein Gewusel von Waggis, Kindern mit ihren Eltern, Schyysdr&auml;&auml;ggzeegli und Guggenmusigen ein, ein riesiges<span style="font-weight: bold;"> </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tohuwabohu" target="_blank">Tohuwabohu.</a> Ich zog mit meinem grossen Fotorucksack auf dem R&uuml;cken durch die Gassen und kam mir vor wie Obelix mit einem Hinkelstein, der sich sagt: &quot;Die spinnen, die Basler&quot;. Und sie spinnen wirklich, diese Basler: f&uuml;r drei Tage steht die ganze Stadt Kopf, steht voll und ganz im Zeichen der Fasnacht. Wenn man durch die Strassen zieht, wird man automatisch von diesem kollektiven Rausch erfasst, man zieht mit und ertappt sich dabei, im Takt der Drummler und Pfyffer mitzumarschieren. Sp&auml;testens dann erwachte ich aus meinem Rausch und fragte mich, ob ich nun von allen guten Geistern verlassen bin. Mein n&uuml;chterner, sozialistisch-kommunistischer Verstand wehrte sich gegen den sinnlosen Kollektiv-Wahnsinn. Eine Minute sp&auml;ter allerdings meldet sich meine urkatholische Walliser-Seele, die Fasnacht und sinnlose, &uuml;berbordende Dinge ganz gern hat. So schwankte ich einen Nachmittag lang zwischen Abwehr und Faszination durch die Basler Fasnacht. Es schlugen zwei Herzen in meiner Brust. Je l&auml;nger es aber dauerte, umso mehr &uuml;bernahm meine Walliser-Seele das Kommando, die sich an den liebevoll geschaffenen Kost&uuml;men und der unbeschreiblichen Stimmung erfreute.</p>
<p><a href="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2010/02/Fasnacht_Basel_05-e1267346299134.jpg"><img alt="" class="alignleft size-full wp-image-214" height="270" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/2010/02/Fasnacht_Basel_05-e1267346299134.jpg" title="Fasnacht_Basel_05" width="340" /></a>Und nat&uuml;rlich wurde man als Fotograf f&uuml;ndig in diesem Sammelsurium von fantasievollen Larven und furchteinfl&ouml;ssenden Waggis. Immer wieder drehte ich eine Zusatzrunde durch die Basler Gassen und bekam fast nicht genug davon. Nach Stunden machte sich von der Konzentration des Fotografierens und dem Herumgelaufe mit meinem Hinkelstein eine gewisse M&uuml;digkeit breit. Und mit dieser k&ouml;rperlichen und geistigen Ermattung meldetet sich auch wieder mein sozialistischer Verstand zur&uuml;ck und fragte: was machts Du eigentlich hier? Ein kleines internes Scharm&uuml;tzel in Stile von Don Camillo und Peppone gewann diesmal die Vernunft und ich ging Richtung Bahnhof. Im Zug kam ich zum Schluss, dass die Basler es eigentlich schon richtig machen. F&uuml;r drei Tage herrscht Ausnahmezustand in der Stadt, sie befindet sich in einem Rauschzustand sondergleichen. Wem das nicht passt, der vereist in die Ferien und die Stadt ist voll und ganz in der Hand der Fasn&auml;chtler. Ich habe in Basel noch nie einen Fasnachts-St&auml;nkerer, wie sie in Olten auf Schritt und Tritt anzutreffen sind, geh&ouml;rt. Die sind einfach nicht da und das macht die Basler Fasnacht zu einem Riesenfest. Aber etwas muss ich zum Schluss schon noch sagen: &quot;Die spinnen wirklich, diese Basler!&quot;</p>
<p><img alt="" height="347" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/Fasnacht_Basel_02(1).jpg" width="200" /> <img alt="" height="347" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/Fasnacht_Basel_09(1).jpg" width="200" /> <img alt="" height="347" src="http://www.fotografie-albrecht.ch/blog/wp-content/uploads/Fasnacht_Basel_13(1).jpg" width="200" /></p>
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